Alles Folgende betrifft Sr9009. Wir bleiben bei klarer Sprache, beziehen uns auf die Studienlage und trennen gut belegte Aussagen von offenen Fragen.
Stand 2025-11-02. Zahlen und Beschreibungen folgen der Fachliteratur und nicht dem Marketingmaterial.
Chronische Schleimhauteiterung, auch chronische mesotympanale Otitis, was bedeutet, dass es zumeist durch die Eustachi-Tuben zu einer Entzündung im Mittelohr kommt. Charakteristisch für diese Erkrankung ist der zentrale Defekt im Trommelfell. Der Trommelfellrand, Anulus fibrosus ist dabei überall erhalten. Chronische Knocheneiterung, auch chronische epitympanale Otitis media; hier handelt es sich um eine Form des Cholesteatoms. Beim Blick mit dem Otoskop auf das Trommelfell findet man dort, am Rande typischerweise einen Defekt, ferner sieht man weißliche Granulationen oder auch rote Pseudopolypen im Defekt. Insgesamt werden für das erworbene Cholesteatom (also alle nicht-kongenitalen Formen) im Wesentlichen vier Theorien zu seiner Entstehung diskutiert:
Quellen: de.wikipedia.org
die Immigrations-Theorie; ein Trommelfelldefekt lässt randständige Keratinozyten des mehrschichtigen Plattenepithels, Stratum corneum in die Paukenhöhle einwachsen und induziert hierdurch eine entzündliche Reaktion. Dieses inflammatorische Milieu schafft für das Plattenepithel einen Wachstumsreiz. die Metaplasie-Theorie; durch exprimierte Zytokine kommt es im einschichtigen Plattenepithel, Stratum mucosum der Paukenhöhle zu einer Metaplasie des Epithels. die Retraktions- oder Retraktionstaschen-Theorie; in dieser Theorie steht zunächst die mechanische Wirkung eines negativen Drucks oder Unterdrucks in der Paukenhöhle, bedingt durch eine (chronische) Tubenbelüftungsstörung, im Mittelpunkt des Geschehens. Hierdurch wird die Bildung einer Retraktionstasche begünstigt und eine Ansammlung von Keratinozyten bildet dann die Grundlage für das sich bildende Cholesteatom. die Theorie der Basalzellenhypertrophie; Keratinozyten können unter bestimmten Umständen eine lückenhafte Basallamina durchdringen. In der bindegewebigen Lamina propria oder Stratum fibrosum und damit in den subepithelialen Raum eingedrungen entstehen aufgrund wachsender Verhornung sogenannte Einschlusszysten.
Quellen: de.wikipedia.org
== Einteilung == Die Klassifikation der entzündlichen Mittelohrcholesteatome kann von verschiedenen Gesichtspunkten aus vorgenommen werden, so primär, sekundär oder topographisch anatomisch. Die plausibelste Form ist die der Einteilung nach dem Ort des Entstehens. Im Hinblick auf die Entstehung bzw. den Ort des Entstehens kann man drei Formen des Cholesteatoms unterscheiden:
Quellen: de.wikipedia.org
Retraktionscholesteatom: Ursprung des Cholesteatoms ist die Bildung einer sogenannten Retraktionstasche im Bereich der Pars flaccida (Shrapnell’sche Membran) des Trommelfells im obersten Teil des Trommelfells, vermutlich durch eine chronische Störung der Tubenventilation. Das Cholesteatom entwickelt sich aus der Retraktionstasche und breitet sich vorerst im Kuppelraum des Mittelohres (Attik) aus; man nennt dieses Cholesteatom daher auch Attikcholesteatom. Immigrationscholesteatom: Es entsteht durch aktives Einwachsen von Epithelzapfen in die Shrapnell’sche Membran.
Quellen: de.wikipedia.org
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